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ratgeber

Wie viel CO2 spart ein refurbished Handy wirklich?

remarket Team · Veröffentlicht am 01.07.2026 · 5 Min. Lesezeit
Wie viel CO2 spart ein refurbished Handy wirklich?

Nachhaltigkeit ist zum Verkaufsargument geworden, und damit leider auch zum Buzzword. Zeit für einen ehrlichen Blick auf die Zahlen: Wie viel bringt es dem Klima wirklich, ein Handy gebraucht statt neu zu kaufen?

Das Kernproblem: Die Herstellung dominiert

Anders als beim Auto entsteht der ökologische Fussabdruck eines Smartphones nicht im Betrieb, sondern in der Fabrik. Studien, unter anderem der französischen Umweltagentur ADEME und von Geräteherstellern selbst, kommen übereinstimmend zum Schluss: Rund drei Viertel bis über 80 Prozent der Lebenszyklus-Emissionen eines Smartphones fallen bei Rohstoffgewinnung, Fertigung und Transport an. Das Aufladen über Jahre hinweg macht nur einen kleinen Rest aus.

Was das für den Gebrauchtkauf bedeutet

Die Konsequenz ist einfach: Jedes Gerät, das ein zweites Leben bekommt, vermeidet den grössten Emissionsblock, nämlich die Produktion eines Neugeräts. Die ADEME beziffert die Ersparnis eines wiederaufbereiteten Smartphones gegenüber einem Neukauf auf rund 80 bis 90 Prozent der Umweltbelastung, je nach Kategorie (Treibhausgase, Rohstoffverbrauch, Wasser). Selbst wenn bei der Aufbereitung Teile wie Akku oder Display ersetzt werden, bleibt die Bilanz klar positiv.

Mehr als CO2: Rohstoffe und Elektroschrott

In einem Smartphone stecken über 50 verschiedene Rohstoffe, darunter Kobalt, Lithium, seltene Erden und Gold, oft unter problematischen Bedingungen gefördert. Ein länger genutztes Gerät reduziert diesen Rohstoffhunger direkt. Gleichzeitig ist Elektroschrott einer der am schnellsten wachsenden Abfallströme weltweit, und jedes weiterverwendete Handy ist eines, das nicht in der Schublade oder im Abfall endet.

Der grösste Hebel: Nutzungsdauer verlängern

Die nachhaltigste Strategie ist unspektakulär: Geräte länger nutzen. Konkret heisst das: reparieren statt ersetzen, wenn Display oder Akku schwächeln, das alte Gerät beim Umstieg verkaufen oder eintauschen, damit es weiterlebt statt herumzuliegen, und beim Kauf refurbished statt neu wählen. Jeder dieser Schritte verlängert die Lebensdauer von Technik, deren Produktions-Emissionen längst angefallen sind.

Ehrlich bleiben: Was refurbished nicht ist

Auch ein Gebrauchtkauf ist Konsum, und das nachhaltigste Handy ist das, das du schon hast und weiter nutzt. Aber wenn ein Wechsel ansteht, ist der Unterschied zwischen neu und refurbished ökologisch gewaltig, und du bekommst ihn ohne Verzicht: geprüfte Technik mit 1 Jahr Garantie, einfach ohne neue Fabrik-Emissionen.

Fazit

Ein refurbished Handy spart den grössten Teil der Emissionen eines Neugeräts ein, weil es die Produktion vermeidet, den dominanten Faktor der Klimabilanz. Mehr zu unserem Ansatz liest du auf der Nachhaltigkeits-Seite, die Geräte mit zweitem Leben findest du im Shop.

Häufige Fragen

Wie viel CO2 spart ein refurbished Smartphone konkret?
Studien wie die der französischen Umweltagentur ADEME beziffern die Ersparnis auf rund 80 bis 90 Prozent gegenüber einem Neugerät, weil die Produktion den Grossteil der Emissionen ausmacht.
Ist die Aufbereitung selbst nicht auch umweltbelastend?
Prüfung, Reinigung und einzelne Ersatzteile verursachen nur einen Bruchteil der Emissionen einer Neuproduktion. Die Bilanz bleibt klar positiv.
Was ist nachhaltiger: reparieren oder refurbished kaufen?
Das eigene Gerät weiter zu nutzen und zu reparieren ist am nachhaltigsten. Steht ein Wechsel an, ist refurbished die klimafreundliche Alternative zum Neukauf.
Was passiert mit meinem alten Handy beim Eintauschen?
Es wird geprüft, aufbereitet und weiterverkauft, bekommt also ein zweites Leben statt in der Schublade zu liegen. Nicht rettbare Geräte dienen als Ersatzteilspender.

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