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Powerbanks sehen sich alle ähnlich, und die Zahl auf der Verpackung sagt weniger, als man denkt. Wer einmal verstanden hat, wie die Kapazitätsangabe zustande kommt, kauft danach deutlich zielsicherer.
Warum 10'000 mAh nicht 10'000 mAh sind
Die aufgedruckte Kapazität bezieht sich auf die Zellen im Inneren, die mit rund 3,7 Volt arbeiten. Dein Handy will aber 5 Volt und mehr. Beim Hochspannen geht Energie verloren, dazu kommt Abwärme. Real kommen deshalb typischerweise 60 bis 70 Prozent der aufgedruckten Kapazität im Gerät an. Aus 10'000 mAh werden also grob 6'000 bis 7'000 mAh, was bei den meisten Smartphones eineinhalb Ladungen entspricht, nicht zwei bis drei.
Das ist kein Betrug, sondern Physik. Seriöse Hersteller geben die reale Ausgangsleistung zusätzlich in Wattstunden an, und genau diese Zahl solltest du vergleichen.
Welche Grösse passt zu dir
- 5'000 mAh: flach, passt in die Hosentasche, bringt gut eine halbe bis eine Handyladung. Ideal als Notfallreserve für den Arbeitsweg.
- 10'000 mAh: der Allrounder. Ein Tag Festival oder Wandern ohne Steckdose ist damit realistisch.
- 20'000 mAh und mehr: für Reisen, mehrere Personen oder ein Tablet. Dafür merkst du das Gewicht im Rucksack.
Watt sind wichtiger als mAh
Eine grosse Powerbank, die nur mit 10 Watt abgibt, füllt dein Handy quälend langsam. Achte auf USB-C mit Power Delivery und mindestens 20 Watt Ausgangsleistung, dann lädst du unterwegs in vernünftiger Zeit. Genauso wichtig: Wie schnell lädt die Powerbank selbst wieder auf? Modelle, die nur mit 5 Watt eingeladen werden, hängen über Nacht am Kabel. Grundsätzliches zu Ladeleistung und Standards findest du in unserer Ladegerät-Kaufberatung.
Praktische Details, die im Alltag zählen
Ein Display mit Prozentanzeige ist mehr wert als vier LED-Punkte, weil du wirklich weisst, woran du bist. Pass-Through-Laden bedeutet, dass die Powerbank dein Handy laden kann, während sie selbst an der Steckdose hängt, praktisch bei nur einer freien Dose im Hotel. Und wenn du kabellos laden willst, achte auf eine magnetische Halterung, sonst verrutscht die Powerbank in der Tasche und lädt ins Leere.
Flugreisen: die 100-Wattstunden-Regel
Powerbanks gehören immer ins Handgepäck, nie in den aufgegebenen Koffer. Bis 100 Wattstunden sind sie bei den meisten Airlines ohne Anmeldung erlaubt, das entspricht ungefähr 27'000 mAh. Darüber wird es bewilligungspflichtig. Die Wattstunden stehen auf dem Gehäuse, und genau deshalb lohnt es sich, ein Modell zu kaufen, das diese Angabe überhaupt lesbar aufdruckt. Prüfe die Regeln vor dem Flug bei deiner Airline, sie unterscheiden sich im Detail.
Wie lange hält eine Powerbank?
Wie jeder Lithium-Akku altert auch eine Powerbank. Nach ein paar Hundert Ladezyklen sinkt die Kapazität spürbar. Wenn deine Powerbank das Handy kaum noch halb füllt, ist sie am Ende ihres Lebens und gehört in die Elektroschrott-Sammlung, nicht in den Hausmüll. Neue Modelle findest du bei uns unter Strom und Kabel.
Fazit
Vergleiche Wattstunden statt mAh, achte auf mindestens 20 Watt über USB-C Power Delivery und kaufe die Grösse, die du wirklich trägst. Die stärkste Powerbank nützt nichts, wenn sie zu Hause liegen bleibt, weil sie zu schwer ist.
Häufige Fragen
Wie viele Handyladungen schafft eine 10'000-mAh-Powerbank?
Darf ich eine Powerbank im Flugzeug mitnehmen?
Was bedeutet Pass-Through-Laden?
Wie lange hält eine Powerbank?
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